Tutting/Waving

Unter Tutting wird eine abstrakte, mechanisch dargestellte Tanz-Form verstanden, bei der geometrische Figuren, gebildet werden.

Hierbei wird von einer Haltung ruckartig in die Nächste gewechselt, ähnlich wie bei einem Roboter nur erheblich schneller. Im Wesentlichen kommen die Handgelenke, Ellenbogen und Schultern zu Einsatz, um einen 90 Grad Winkel darzustellen. Dieser effektvolle Stil ist eng verwandt mit Funk und Electronik Dance und ist den 80ger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden. Da viele Moves an die Darstellung von ägyptischen Malereien erinnern, wurde dieser Tanz nach dem Pharao Tutenchamun benannt. Aus "King Tut", wie er im Englischen genannt wird, wurde schlichtweg "Tutting" abgeleitet. Der nicht selten dabei entstehende komische Effekt erinnert leicht an "Walking like an Egyptian", geht aber als eigene Kunstform weit darüber Hinaus. Durch Weiterentwicklungen, Aufspaltungen in Unterkategorien und immer wieder neu erfunden Choreographien werden zum Teil recht dramatische und überraschende Effekte hervorgerufen. Aus diesem Grund spielt das Tutting eine große und wichtige Rolle in der Dance-Kultur.

Im Gegensatz zu Tutting zeichnet sich Waving durch weiche, den Köper durchfließende Bewegungen aus. Hier fließt ein Bewegung in die Andere über, so dass eher Wellen- und Schlangenähnliche Tanzgebilde geschaffen werden. So beginnt beispielweise ein Bewegungsablauf an den Fingerspitzen des einen Armes und fließt gleichmäßig hinüber zu den Fingerspitzen des anderen Armes. Es schein dann so, als ob der Körper aus reinem elastischem Gummi bestünde und nicht aus Muskeln und Knochen. Trotz der Gegensätzlichkeit ihn den Bewegungsausführungen sind beide Stile eng mit einander Verwandt und werden nicht selten in ein und demselben Tanz untergebracht.