Clowning

Erfinder des so genannten Clowning ist Thomas Johnson alias Tommy the Clown.

Erfinder des so genannten Clowning ist Thomas Johnson alias Tommy the Clown. Bezeichnet wird mit dem Begriff der wohl aussergewöhnlichste und aufregendste Tanzstil überhaupt. Tommy the Clown tritt immer mit geschminktem Gesicht, einer riesigen bunten Perücke, einer Jacke im XXL-Look und einer unförmigen Hose auf. Von diesem HipHopper im Clownskostüm stammt auch der Ausdruck: "Wenn du aussiehst wie ein Idiot, der Krämpfe hat - dann machst du es richtig." Treffender kann man diesen als Clowning bezeichneten Tanzstil wohl auch gar nicht beschreiben.

Bei diesem Tanz bewegen sich die Akteure zu donnernden Beats. Ihre Oberkörper beben und zittern in Sekundenschnelle, während sich die Tänzer im nächsten Moment schon auf en Boden werfen, als wären sie von Kugeln getroffen worden. Im Zeitlupentempo richten sie sich schliesslich wieder auf; die Gesichter zu skurrilen Grimassen verzogen.

Während der gesamten Performance wird die Energie der Tänzer auf die Zuschauer übertragen; nicht nur positive, auch aggresive Energie strömt hierbei auf die Betrachter über. Die meisten der Clowning-Tänzer stammen aus eher ärmlichen Verhältnissen. Für sie bedeutet der Tanz eine Art Befreiung: der Zuschauer spürt förmlich, wie die Tänzer ihre Wut auf die vorherrschende Armut, Kriminalität und Gewalt beim Tanzen herauslassen.

Entstanden ist das Clowning in den 90er Jahren in einem der ärmsten Viertel von Los Angeles, in welchem vorrangig schwarze Menschen lebten. Damals verdiente Thomas Johnson sein Geld als Clown auf Kindergeburtstagen. Diese Auftritte verband der gerade aus dem Gefängnis entlassene Lebenskünstler mit der Darstellung seiner verrückten Tanzbewegungen, welche die Kinder schließlich nachahmten und so den Tanz entstehen ließen.

Mittlerweile hat auch international bekannte Stars wie Missy Elliot, Madonna oder die Black Eyed Peas das Clowning-Fieber gepackt und sie performen die schnellen Bewegungen in ihren Videos.